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Save Our Seeds

"Save Our Seeds" startete 2002 als Initiative zur Reinhaltung des Saatguts von Gentechnik. Mittlerweile betreiben wir viele weitere Projekte für Saatgutvielfalt, nachhaltige Landwirtschaft und globale Ernährung. mehr


Saatgut-Spende für Syrien

Hundertausende Menschen hungern in belagerten Städten in Syrien. Wir sammeln samenfestes Saatgut für Urban Farming Projekte des Ernährungssouveränitäts-NetzwerkesThe 15th Garden. Bitte kontaktieren Sie uns per  Email.
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EU-Kommission läßt "Giftsoja" von Monsanto und Bayer zu

Trotzdem: Ganz herzlichen Dank an alle, die sich an der Aktion beteiligt haben!
Trotzdem: Ganz herzlichen Dank an alle, die sich an der Aktion beteiligt haben!

Pünktlich zur Sommerpause läßt die EU Kommission trotz Warnungen und Proteste (auch von SOS) drei neue Sorten von Gentech-Soja der Firmen Monsanto und Bayer für den Import als Lebens- und Futtermittel zu. Monsantos Bohnen sind gleich gegen drei Herbizide widerstandsfähig. Die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA sah sich deshalb bei der gegenwärtigen Datenlage ausserstande, die Giftigkeit der Rückstände, insbesondere auch deren Kombination zu bewerten.

Die Kommission hatte eine solche Prüfung erstmals verlangt, sich dann aber mit der Antwort zufrieden gegeben, dies sei nicht möglich. Das Europäische Parlament hatte die Kommission Anfang des Jahres aufgefordert, ihren Zulassungsvorschlag für Monsantos MON 87708 x MON 89788 und MON 87705 x MON 89788 sowie Bayers FG 72 zurück zu nehmen. Tausende Bürger*innen hatten gegen die "Giftsoja" protestiert. Auch in den zuständigen Gremien der EU-Staaten gab es keine ausreichende Mehrheit.

Alles vergebens: Die Sorten wurden dieses Jahr in den USA bereits teilweise angebaut. Ohne die last-minute Zulassung der Kommission, wären die Gentechnik-Exporte der USA in die EU schwierig geworden und damit auch der Preis der Futtermittel für europäisches Billigfleisch. Ein toxischer Vorgeschmack auf das, was Europa nach Abschluss des Handelsabkommens ttip mit den USA erwartet? Hintergründe zur Soja 


Teosinte in Spanien kann Gentechnik verbreiten

Teosinte - die Urform des modernen Mais Foto: Mbhufford  [CC BY-SA 3.0]
Teosinte - die Urform des modernen Mais Foto: Mbhufford [CC BY-SA 3.0]

Auf den ersten Blick ist sie kaum als Urform des heutigen Mais zu erkennen. Die Teosinte stammt aus Mexiko, der Heimat aller Maissorten. Dass aus ihr vor ca. 9000 Jahren das Grundnahrungsmittel Lateinamerikas entstand, gilt als eine Art Weltwunder. Noch heute kreuzt sie sich mit ihren "dicken Kindern". Deshalb ist das bisher unerklärte Auftauchen der Teosinte in Spanien, dem einzigem EU-Land mit kommerziellem Gentech-Maisanbau, nicht nur ein neues Unkrautproblem, sondern ein Sicherheitsrisiko. Über sie kann die Gentechnik sich in der Wildnis ausbreiten und damit auch deren Insekten vernichtende Wirkung. Save Our Seeds hat zusammen mit anderen Organisationen deshalb an die spanische Regierung und die EU-Kommission geschrieben. Die haben das Problem, das lange geheim gehalten worden war, zwar bestätigt. Sie sehen aber dennoch keinen Handlungsbedarf! Mehr zur Teosinte bei unserem Partner Testbiotech


800.000 gegen Patente auf Saatgut

Foto: Falk Heller, argum
Foto: Falk Heller, argum

Über 800.000 Unterschriften gegen Patente auf Saatgut aus konventioneller Züchtung übergab ein europäisches Bündnis, dem auch SOS angehört, am 29. Juni dem Präsidenten des Verwaltungsrates des Europäischen Patentamtes (EPA), Jesper Kongstad. Wir bedanken uns herzlich bei allen, die sich an der Unterschriftenaktion beteiligt haben!

Der Koordinator des Bündnisses, Christoph Then, machte den Anwesenden Mut: „Immer mehr Staaten wie Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Spanien und die Tschechische Republik werden sich des Problems einer zunehmenden Monopolisierung von Saatgut bewusst. Einige von ihnen haben bereits die nationalen Patentgesetze geändert oder erkennen diese Patente nicht an. Wir sehen eine starke Unterstützung vom EU-Parlament und auch Bewegung bei der EU-Kommission." Doch das EPA, das keine EU-Institution ist, erteilt weiter Patente auf Pflanzenzüchtungen, die eigentlich nach dem Patentübereinkommen verboten sind. Mehr dazu in unserem Dossier


"Opt-Out" - Europa steigt aus

Alle Gentechnik-Anbauverbote akzeptiert. Mit Italien, Dänemark, Slowenien, Luxemburg und Malta wurden Anfang November die Ausstiegsbeschlüsse aller 17 EU-Ländern und vier Regionen akzeptiert, die über die EU-Kommission den Gentechnik-Konzernen zugestellt wurden. Bleibt die Frage was in den restlichen Mitgliedstaaten der EU passiert, die nicht aus dem Anbau der bisher zugelassenen bzw. beantragten Gentechniksorten aussteigen wollen. Unsere Karte zeigt die aktuelle Situation der Opt-Out Phase 1 (freiwillige Ausnahme durch die Antragsteller).  [mehr zum Thema]


Nachrichten

25.07.2016

EU-Kommission lässt Gentechnik-Soja von Monsanto und Bayer zu

So Mehr Gentechnik-Soja für EU-Futtertröge (Foto: CC0)

Die EU-Kommission hat den Weg für noch mehr Gentechnik-Soja in Europas Futtertrögen freigemacht und drei neue Sojasorten der Konzerne Monsanto und Bayer für die Einfuhr in die Europäische Union zugelassen. Wie die Kommission am Freitag mitteilte, erhielten die Sojabohnen MON 87708 x MON 89788, MON 87705 x MON 89788 und FG 72 die Genehmigung für die Verwendung in Lebens- und Futtermitteln. Die Genehmigung erstreckt sich nicht auf den Anbau. Da sich die Mitgliedstaaten in den zuständigen Fachausschüssen zuvor wieder einmal nicht auf eine gemeinsame Position einigen konnten, gab die EU-Kommission nun grünes Licht für die Einfuhr der Gentechnik-Sorten. Die Sojabohnen können mit Glyphosat in Kombination mit Herbiziden wie Dicamba oder Isoxaflutol gespritzt werden. Monsanto bezeichnete die Einfuhrgenehmigung als einen Meilenstein. Im Februar hatte bereits der wichtigste Sojaimporteur China die drei Sorten durchgewunken. Die Organisation Testbiotech reagiert hingegen weniger erfreut auf die Nachricht und betonte, dass Bedenken zu den gesundheitlichen Risiken der mit den Sojasorten verwendeten Herbizide nicht ausgeräumt seien. Laut eines kürzlich veröffentlichten Testbiotech-Gutachten bestehe ein erhöhtes Risiko, dass Rückstände – vor allem aus der kombinierten Anwendung dieser Spritzmittel – erbgutverändernd seien und Vergiftungen der Leber sowie Tumore auslösen könnten. Es gebe derzeit weder verlässliche Grenzwerte für die Rückstände, die von diesen Herbiziden stammen, noch wurde ihre Kombinationswirkung von der EFSA untersucht, kritisiert die Organisation. Zudem erhebt Testbiotech den Vorwurf, dass die Zulassung unter massivem Druck der Konzerne erfolgte. „Diese Zulassung wirkt wie eine Generalprobe für TTIP und CETA. In Brüssel regiert die Gentechnik-Industrie offensichtlich schon jetzt mit“, sagt Christoph Then von Testbiotech. „Die EU-Kommission riskiert ihre Glaubwürdigkeit für die Interessen von Monsanto und Bayer. Angeblich wurde die Zulassung der Soja bereits vor Wochen im Rahmen der Freihandelsgespräche zugesagt.“ Derzeit sind 64 genetisch veränderte Lebens- bzw. Futtermittel in der EU zugelassen während nur die Maissorte MON810 für den Anbau genehmigt ist. (ab)

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Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Spenderinnen und Spendern!

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